Wissenswertes zum Sportschießen

Hier finden Sie eine kleine Übersicht der im Schießsport möglichen Wettkampfvarianten. Diese Übersicht ist noch nicht vollständig, wird aber ständig ergänzt und überarbeitet.

Luftgewehr

Die Disziplin Luftgewehr ist auch eine traditionelle (und ideale) Disziplin für Neueinsteiger, um den grundlegenden Umgang mit dem Sportgerät zu erlernen.

Dazu zählen einerseits die "technischen Grundlagen" des Sportschießens (Schießhaltung, Zielen, Abzugstechnik und Atemtechnik), aber auch Konzentrationsfähigkeit und Kondition.

Geschossen wird mit einem Einzellader-Luftgewehr (Federdruck, Pressluft oder CO²) im Kaliber 4,5 mm auf eine Distanz von 10 m. Eine Wertungsserie besteht dabei aus 40 Schüssen, für die dem Schützen max. 75 Minuten zur Verfügung stehen.

Vor Beginn der Wertungsserie kann der Schütze beliebig viele Probeschüsse auf entsprechend gekennzeichnete Probescheiben abgeben. Sobald der erste Wertungsschuß abgegeben wurde, sind weitere Probeschüsse nicht mehr zulässig.

Die Zeit von 75 Minuten beinhaltet auch die Probeschüsse, das Laden der Pistole und den Scheibenwechsel. Üblicherweise werden zwei Schüsse je Scheibe abgegeben (bei größeren Meisterschaften nur ein Schuß je Scheibe). Maximal sind mit einer 40-Schuß Serie 400 Ringe erreichbar.

Ab 56 Altersjahren wird in vielen Schützenvereinenauch das Schießen mit einem aufgelegtem Luftgewehr angeboten. Die Regeln dafür hat der Deutsche Schützenbund 2005 in die Sportordnung aufgenommen.

Beim Schießen darf dabei nur das Gewehr gehalten werden, die Auflage darf nicht berührt werden. Da die Leistungsdichte hier sehr eng ist (300 Ringe bei 30 Schuß sind nicht selten) werden die Schießscheiben nur noch elektronisch ausgewertet.

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Sportpistole .22 (KK)

Geschossen wird einhändig mit einer Pistole im Kaliber .22 (sog. Kleinkaliber) auf eine Distanz von 25m. Eine Wertungsserie besteht dabei aus 30 (60) Schüssen, wobei jeweils 15 (30) Schüsse in den beiden Teildisziplinen "Präzision" und "Zeitserie" abgegeben werden.

Präzision: In 3 (6) Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben für die dem Schützen max. 5 Minuten zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zur Disziplin Luftpistole ist dies die reine Schießzeit, d. h. das Laden der Pistole mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der Zeitmessung, nach einem Kommando der Standaufsicht.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es einen Probedurchgang, in dem ebenfalls 5 Schüsse in 5 Minuten abgegeben werden. Die Scheibe ist in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Maximal sind mit einer 15 (30) Schuß Serie 150 (300) Ringe erreichbar.

Zeitserie: In 3 (6) Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben.Das Besondere an dieser Teildisziplin ist, daß sich die Scheibe zu Beginn um 90° zur Seite dreht. Nach 7 Sekunden dreht sich die Scheibe für 3 Sekunden dem Schützen zu. In dieser Zeit muß der Schütze mit der Pistole in Anschlag gehen, zielen und einen Schuß abgeben. Danach dreht sich die Scheibe wieder für 7 Sekunden weg und der Ablauf beginnt von vorne.

Ein Durchgang dauert insgesamt also 50 Sekunden. Vor dem ersten Wertungs-durchgang gibt es auch hier einen Probedurchgang, in dem unter gleichen Bedingungen 5 Schüsse abgegeben werden. Die Scheibe bei der Zeitserie ist nur in fünf Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 5) einen Durchmesser von 50 cm hat.

Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 8 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 10 cm. Im Gegensatz zur Präzisionsscheibe sind alle Ringe schwarz. Maximal sind mit einer 15 (30) Schuß Serie 150 (300) Ringe erreichbar.

Die Ergebnisse aus Präzision und Zeitserie werden addiert, d. h. es sind maximal 300 Ringe erreichbar.

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Ordonnanzgewehr

Geschossen wird mit einem Ordonnanzgewehr  (Repetiergewehre, die bis 31.12.1963 als Ordonnanzwaffe geführt wurden) in einem  beliebigen Originalkaliber zwischen 6 und 8 mm auf eine Distanz von 100  m.

Eine Wertungsserie besteht aus 40  Schüssen, wobei jeweils 20 Schüsse in den beiden Anschlagsarten "Liegend" und  "Stehend" abgegeben werden. Insgesamt stehen dem Schützen 45 Minuten für die  Wertungsserie incl. Probeschüsse, Laden, Scheibenwechsel und Wechsel der  Anschlagart zur Verfügung.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe  unterteilt, wobei der Äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat.  Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring  (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind  schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Liegend: In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse  abgegeben. Vor dem ersten Wertungsdurchgang können 5 Probeschüsse abgegeben werden. Maximal sind mit einer 20-Schuss Serie 200 Ringe erreichbar.

Stehend: In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse  abgegeben. Es dürfen vor dem ersten Wertungsdurchgang keinen  weiteren Probeschüsse mehr abgegeben werden. Maximal sind mit einer 20-Schuss Serie 200 Ringe  erreichbar.

Die Ergebnisse aus Liegend- und Stehendanschlag werden addiert, d. h. es sind  maximal 400 Ringe erreichbar.

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Vorderladerpistole/Vorderladerrevolver

Hier gibt es drei verschiedene Disziplinen, die sich nur durch die verwendeten Sportgeräte unterscheiden: Perkussionspistole, Perkussionsrevolver und Steinschloßpistole.

Die Distanz beträgt bei allen drei Disziplinen 25 m. Die Besonderheit ist, daß keine fertige Patronenmunition verwendet wird, sondern Schwarzpulver, Geschoß und Zündsatz separat geladen werden müssen.

Perkussionspistole und Steinschloßpistole sind einschüssig, während der Perkussionsrevolver über eine Trommel mit üblicherweise 6 Kammern verfügt, die aber ebenfalls alle einzeln mit Pulver, Geschoß  und Zündsatz versehen werden müssen.

Bei der Perkussionspistole und dem Perkussionsrevolver erfolgt die Zündung des Schwarzpulvers über ein Zündhütchen, bei der Steinschloßpistole entzünden die Funken eines Feuersteins das Pulver. Damit stellen die Vorderladerdisziplinen sicherlich die urtümlichste Art des Sportschießens dar.

Es werden 15 Wertungsschüsse abgegeben für die dem Schützen max. 40 Minuten zur Verfügung stehen. Die Zeit beinhaltet auch den Ladevorgang, der bei diesen Disziplinen natürlich wesentlich länger dauert als z. B. bei den Großkaliberdisziplinen.

Vor der Wertungsserie gibt es einen 10-minütigen Probedurchgang, in dem der Schütze beliebig viele Probeschüsse abgegeben kann.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Maximal sind mit einer 15-Schuß Serie 150 Ringe erreichbar.        

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Zentralfeuerpistole .30 bis .38

 Diese Disziplin hat den gleichen Ablauf wie Sportpistole .22, nur das die hier verwendeten Sportgeräte über ein größeres Kaliber verfügen (zwischen .30 und .38).

Großkaliberpistole/Großkaliberrevolver: Die beiden Sammelbegriffe stehen für insgesamt vier separate Disziplinen, die sich nur durch die verwendeten Sportgeräte unterscheiden: Die Distanz beträgt bei allen vier Disziplinen 25 m.

Ähnlich wie bei der Disziplin Sportpistole .22 gibt es auch hier die beiden Teildisziplinen "Präzision" und "Zeitserie", aber es werden jeweils 20 Schüsse abgegeben und die maximale Schießzeit ist kürzer.

Der größte Unterschied liegt jedoch darin, daß der Schütze den Revolver oder die Pistole mit beiden Händen halten darf.

Präzision: In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben für die dem Schützen max. 150 Sekunden zur Verfügung stehen.

Dies ist die reine Schießzeit, d. h. das Laden mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der Zeitmessung nach einem Kommando der Standaufsicht. Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es einen Probedurchgang, in dem ebenfalls 5 Schüsse in 150 Sekunden abgegeben werden.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben, einen Probedurchgang gibt es nicht Das Besondere an dieser Teildisziplin ist, daß sich die Scheibe zu Beginn um 90° zur Seite dreht. Nach dem Start dreht sich die Scheibe für 20 Sekunden dem Schützen zu.

In dieser Zeit muß der Schütze 5 Schüsse abgeben. Auch hier wird die gleiche Scheibe wie bei der Zeitserie der Disziplin Sportpistole .22 verwendet, d. h. nur in fünf Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 5) einen Durchmesser von 50 cm hat.

Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 8 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 10 cm und alle Ringe sind schwarz. Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar.

Zeitserie: In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse abgegeben, einen Probedurchgang gibt es nicht. Das Besondere an dieser Teildisziplin ist, daß sich die Scheibe zu Beginn um 90° zur Seite dreht. Nach dem Start dreht sich die Scheibe für 20 Sekunden dem Schützen zu. In dieser Zeit muß der Schütze 5 Schüsse abgeben.

Auch hier wird die gleiche Scheibe wie bei der Zeitserie der Disziplin Sportpistole .22 verwendet, d. h. nur in fünf Ringe unterteilt, wobei der äußerste Ring (Wertung 5) einen Durchmesser von 50 cm hat. Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 8 cm ab. Der innerste Ring (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 10 cm und alle Ringe sind schwarz.

Maximal sind mit einer 20-Schuß Serie 200 Ringe erreichbar. Die Ergebnisse aus Präzision und Zeitserie werden addiert, d. h. es sind maximal 400 Ringe erreichbar.

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Unterhebelrepetierer Zentralfeuer/Kleinkaliber

Geschossen wird mit einem  Unterhebelrepetiergewehr (Lever-Action-Gewehr) auf eine Distanz von 50 m. In  der Disziplin Kleinkaliber ist das Kaliber des Gewehres auf .22 beschränkt, während in der Disziplin Zentralfeuer alle  Kaliber über .22 bis einschließlich .45 zugelassen sind.

Eine Wertungsserie besteht aus 40  Schüssen, wobei jeweils 20 Schüsse in den beiden Anschlagsarten "Stehend" und  "Kniend" abgegeben werden.

Die Scheibe ist mit der Scheibe der Disziplin Sportpistole .22 identisch, d. h. in zehn Ringe  unterteilt, wobei der Äußerste Ring (Wertung 1) einen Durchmesser von 50 cm hat.

Der Durchmesser der Ringe nimmt nach innen um jeweils 5 cm ab. Der innerste Ring  (Wertung 10) hat noch einen Durchmesser von 5 cm. Die Ringe 7, 8, 9 und 10 sind  schwarz, die Ringe 1 bis 6 weiß.

Stehend: In vier Wertungs-durchgängen werden jeweils 5 Schüsse  abgegeben für die dem Schützen max. 75 Sekunden zur Verfügung stehen. Dies ist  die reine Schießzeit, d. h. das Laden mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der  Zeitmessung nach einem Kommando der Standaufsicht.

Vor dem ersten Wertungsdurchgang gibt es einen  Probedurchgang, in dem ebenfalls 5 Schüsse in 75 Sekunden abgegeben  werden. Maximal sind mit einer 20-Schuss Serie 200 Ringe  erreichbar.

Kniend: In vier Wertungsdurchgängen werden jeweils 5 Schüsse  abgegeben für die dem Schützen max. 75 Sekunden zur Verfügung stehen. Dies ist  die reine Schießzeit, d. h. das Laden mit 5 Patronen erfolgt vor Beginn der  Zeitmessung nach einem Kommando der Standaufsicht. Es gibt vor dem ersten Wertungsdurchgang keinen  weiteren Probedurchgang mehr.

Maximal sind mit einer 20-Schuss Serie 200 Ringe  erreichbar. Die Ergebnisse aus Stehend- und Kniendanschlag werden addiert, d. h. es sind  maximal 400 Ringe erreichbar.

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